Bestattung
Luthergemeinde Mainz
Wenn ein Mensch stirbt
– Gut zu wissen:
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Wenn ein Mensch stirbt, besuchen und begleiten Pfarrer
Hoffmann-Schaefer oder Pfarrerin Böhm Sie auf Wunsch gerne. Es kann dann noch
einmal das Abendmahl gefeiert werden
oder der Sterbende wird gesegnet, wenn Sie das möchten. Das ist auch im
Krankenhaus möglich.
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Ist ein Angehöriger verstorben, ist es gut, sich für den
Abschied Zeit zu nehmen. Sie können am Sterbebett ein Gebet sprechen, etwa ein
gemeinsames Vaterunser, und in aller Stille gedenken. Auch ist es schön, eine
Kerze anzuzünden. Wenn Sie möchten, kommt die Pfarrerin oder der Pfarrer noch
einmal zu Ihnen – auch für eine Aussegnung
des Verstorbenen.
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Der Leichnam darf nach Eintritt des Todes, der vom
Arzt bestätigt wurde, 36 Stunden im Hause bleiben. So haben Sie für den
Abschied Zeit. Eventuell ist das auch für weiter entfernte Angehörige wichtig.
Das Bestattungsunternehmen kann ihnen mit eventuell nötigen Hygienemaßnahmen
helfen.
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Wenn ein Angehöriger verstorben ist, stehen der Schmerz und die
Trauer im Vordergrund. Aber relativ schnell muss alles organisiert werden. Bei organisatorischen Fragen hilft Ihnen das Bestattungsinstitut
weiter. Falls nicht schon vorher ein Kontakt mit dem Pfarramt stattgefunden
hat, informiert das Bestattungsinstitut den Pfarrer oder die Pfarrerin über den
Todesfall. Es vereinbart auch mit dem städtischen Friedhofsamt in Absprache mit
den Angehörigen den Termin für die Bestattung.
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Die Angehörigen führen mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin vor
der Trauerfeier ein Gespräch. Hierbei blicken wir auf das Leben der/
des Verstorbenen zurück; auch über die Auswahl für (Bibel-)Texte und Lieder
wird dabei gesprochen.
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Zu der Trauerfeier
können die Angehörigen Lieder oder Musik in Absprache mit dem der Pfarrerin
oder dem Pfarrer aussuchen. Ein Bibelspruch wird uns bei der Feier begleiten.
Manchmal hatte ein/e Verstorbene/r einen Lieblingsspruch - manchmal ein
Lebensmotto. Das hilft bei der Suche nach einem passenden Wort. Wollen
Angehörige oder andere Trauernde (z.B. von dem Verein, den der/die Verstorbene
eventuell angehört hat) etwas zu der Trauerfeier mit beitragen, so ist das in
Absprache gerne möglich.
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Bei einer Erdbestattung,
wenige Tage nach dem Tod, wird der Körper in einem Sarg der Erde übergeben, von
der er, nach biblischem Verständnis, genommen ist. Hier nehmen die Angehörigen
am Abschied und an der Beisetzung unmittelbar teil.
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Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Urnenbestattung. Auch in diesen Fällen
ist eine Trauerfeier wenige Tage nach dem Tod möglich und sinnvoll. Denn den
großen zeitlichen Abstand zwischen dem Todeszeitpunkt und der Beisetzung der
Urne empfinden viele Angehörige als sehr belastend.
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Eine Trauerfeier kann auch in der Lutherkirche stattfinden. Im Unterschied zu der Benutzung der
städtischen Trauerhallen auf den Friedhöfen in Mainz entstehen dabei keine
Kosten. Zudem muss in der Kirche nicht, wie dort, ein enger zeitlicher Rahmen
eingehalten werden.
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Auch bei einer Bestattung in einem Friedwald, bei der die Urne zu Füßen eines Baumes beigesetzt wird,
kann Sie Ihre evangelische Kirche begleiten. Den ersten Friedwald in
Rheinland-Pfalz gibt es in Hümmel in der Eifel. Wer
sich für diese Bestattungsart entscheidet, sollte bedenken, dass man ein solch
entferntes Grab wohl nur selten besuchen kann.
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Wenn sich Menschen – z.T. aus praktischen Erwägungen
– für eine anonyme Bestattung
entscheiden, erfahren sie mitunter erst im Nachhinein, dass es sehr schmerzlich
ist, keinen konkreten Ort für die Trauer und das Gedenken zu haben.
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Auch Kinder erfahren
den Tod und nehmen an der Trauer Teil. Wenn sie einfühlsam und tröstlich
begleitet werden und es selbst möchten, sollten sie auch bei der Trauerfeier
dabei sein dürfen, besonders bei nahen Angehörigen.
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Die evangelische Kirche bietet im Internet unter „www.trauernetz.de“
eine Seite an, auf der Sie weiterführende Informationen, Gesprächsforen, Texte
und Lieder finden. Weiterhin hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
(EKHN) eine sehr hilfreiche Handreichung mit dem Titel „Die Bestattung.
Ein Abschied, der zum Leben gehört“ herausgegeben. Dieses Heft liegt im
Pfarramt bereit, bitte fragen Sie uns danach.
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Worte, Bilder und Lieder aus der biblischen Tradition haben Menschen über die Jahrhunderte hinweg
immer wieder getröstet und ihnen neue Zuversicht gegeben. Aus diesem lebendigen
Erfahrungsschatz schöpft die Kirche – auch im Angesicht des Todes:
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Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel
noch Mächte noch Gewalten, weder
Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere
Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist,
unserm Herrn. (Römer 8,38-39)
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Im Gottesdienst am Sonntag nach der Beisetzung wird das verstorbene Gemeindeglied in
das Fürbittengebet namentlich mit eingeschlossen. Die
Angehörigen sind zu diesem Gottesdienst herzlich eingeladen. Die
Gottesdienstzeiten können Sie hier>>> ersehen.
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Eine weitere seelsorgerliche
Begleitung im der Zeit der Trauer ist gerne möglich. Der Pfarrer oder die
Pfarrerin werden Sie dann noch einmal besuchen.
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Am letzten Sonntag des Kirchenjahres, werden die Verstorbenen des Kirchenjahres im
Gottesdienst genannt. Es ist der so
genannte Totensonntag oder
Ewigkeitssonntag, an dem wir für die Verstorbenen beten und an unsere eigene
Vergänglichkeit denken. Die Angehörigen erhalten vorher eine Einladung zu
diesem Gottesdienst.